Umwelt und Volksgesundheit > Stadtökologie > Stadtökologie

Stadtökologie

La Rochelle, eine Brise frischer Luft


Wenn es um die Umwelt geht, ist oft der Name von La Rochelle zu hören. Das Bild der Stadt vermischt sich mit dem der „Lebensqualität“, so stark ist der Wille, La Rochelle schön zu bewahren und zu einem Modell der Städte der Zukunft zu machen.
Die Busse fahren mit Diester. Seine Campingplätze sind mit Solarboilern ausgestattet. In La Rochelle drücken die Umwelteinsätze eine Lebenskunst aus. Mit seinen gelben Rädern, den Self-Service-Rädern, den Elektroautos und seinen öffentlichen Verkehrsmitteln, die die alternativen Transportarten integrieren, gilt das Ballungsgebiet von La Rochelle seit 1971 als bahnbrechend. Hier spricht man seit über dreißig Jahren von der Stadtökologie.

Der Stadttransportplan

Die alternativen Transportarten (Fahrräder, Bus, Boot, Elektrofahrzeuge) stehen an erster Stelle. Der im Oktober 2000 unterzeichnete Stadttransportplan drückt die Ziele der Transportcharta aus. Der Neuorganisation des Transport und der Erleichterung des Autoverkehrs wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dem Auto wird ein neuer Stellenwert verliehen. Die Relaisparkplätze und ihre Pendelbusse am Stadtrand ermutigen alle Angestellten (Unternehmen und Gebietskörperschaften) dazu, die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden. Eine Effizienz, die bereits fast 800 Benutzer begeistern konnte.
Diese neue Vorrichtung verpflichtet die Gemeinden des Ballungsgebietes, die Region und die Agentur für Umwelt und Energiebeherrschung (ADEME) zu einer globalen in Aktionen endenden Überlegung, um unsere Treibhausgasemissionen zu begrenzen. Anhand eines CO2-Berichtes, der die emissionsstärksten Sektoren (Transport, Gebäude) identifiziert hat, wird auf kohärente Art und Weise ein komplettes Aktionspanel umgesetzt (ökoverantwortliche Verwaltung, Unterstützung für erneuerungsfähige Energien, alternative Kraftstoffe, Abfallreduzierung im Vorfeld, Integration der umwelttechnischen Dimension im Städtebauwesen – energetische Effizienz der Gebäude -, usw.).

Die eingesetzten Mittel

Solar- und Windenergien
60 Solarsensoren am Campingplatz Port-Neuf und 48 an der Sporthalle des Minimes. 1 600 m2 Solarsensoren in Villeneuve-les-Salines, die von Juni bis September 800 Gemeinschaftswohnungen mit Warmwasser versorgen.
21 Parkuhren, die mit integrierten Solarpaneln ausgerüstet sind.
Ausarbeitung eines lokalen Windkraftschemas (Überlegungsdokument). Die Stadtgemeinschaft von La Rochelle ist eine der ersten, die Zonen ausfindig gemacht hat, auf denen Windkraftanlagen eingerichtet werden können.

Die Luftqualität
28 Fußgängerwege und 5 „Entdeckungspfade“ versorgen das Ballungsgebiet, d.h. insgesamt 250 km
350 gelbe Fahrräder zum Verleih und Mieten
6 der Öffentlichkeit verfügbare Stationen, um rund um die Uhr eines der 60 verfügbaren Fahrräder zu leihen.
150 km Radwege säumen die Stadt und ihre Umgebung
5 Stationen messen täglich die Luftqualität. Der Atmo-Index wird an den Umwelt-Infostellen und im Internet veröffentlicht. Der Sitz vom Luftqualitätsüberwachungsverband Atmo liegt in La Rochelle. Er realisiert Messungen in allen Ballungsgebieten der Region mit mehr 10 000 Einwohnern.

Lärmbelästigung
1981 wird mit dem Umweltministerium ein Sondervertrag zur Bekämpfung der Lärmbelästigung unterzeichnet. Es wird ein Lärmbelästigungsausschuss gegründet, der vom Service Öffentliche Gesundheit-Hygiene-Umwelt in Zusammenarbeit mit der Präfektur, der Polizei und den Vertretern von Einrichtungen, die Publikum empfangen und verstärkte Musik verbreiten, animiert wird, um die Lärmbelästigung zu reduzieren und ein Sensibilisierungs- und Erziehungsprogramm einzuhalten (Zweiräder, Nightclubs, usw.).

Die natürlichen Zonen
410 ha öffentliche Stadtparks und -gärten innerhalb der Mauern (darunter der Parc Charruyer 28 ha, der Parc F. Delmas 6,51 ha, der Parc Kennedy 6,67 ha, der Parc des Minimes 3,19 ha, der Parc de la Porte Royal 2,2 ha, der Parc du Casino et d'Orbigny 2,50 ha, der Parc des Pères 1,97 ha und der Parc Pierre Loti 0,42 ha, usw.).
Zwei Naturreserven: Marais de Pampin im Norden und Marais de Tasdon im Süden, der im März 2006 sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Derzeit 44 ha, wobei ein Ausdehnungsprojekt für die nahe Zukunft besteht.
Der Relais-Nature de la Moulinette, eine Struktur zur Umwelterziehung und Entdeckung der Natur.

© La Rochelle 2008